• Parietale Osteopathie (Strukturelle Osteopathie) - löst die Probleme des Muskel-Skelett -Systems, arbeitet mit Muskeln, Bändern, Gelenken, dient der Normalisierung ihrer körperlichen Spannung (Tension/Tonus), Positionnierung, Steigerung des Bewegungausmaßes.



• Viszerale Osteopathie - setzt sich mit den inneren Organen auseinander, gebührt den Brustkorb- & Bauchorganen sowie Gefäßen eine freie Beweglichkeit, Beseitigung der organischen Hypertension & lokalen Stress, verbessert die Blut- und Lymphzirkulation, stellt Stoffwechselprozesse in den Geweben wieder her.



• Kranio - Sakrale Osteopathie (Craniospinosacrale Osteopathie) - regelt das Verhältnis von Knochen-strukturen des Schädels, des Beckens und der Wirbelsäule. 

Sie normalisiert die Spannung des Rückenmarks und seiner Umhüllungen, der harten & weichen Hirnhaut sowie Spin-nengewebshaut (Dura mater, Pia mater, Arachnoidea). Sie regelt auch die Funktionalität des zentralen und vegetativen Nervensystem (Gehirn-Rückenmarks Fluiddynamik der Hirn- & Rückenmarksflüssigkeit (Liquor cerebrospinalis), Durchblutung unseres Gehirns, Qualität der Nervenleitung).

Posturologie - Neugewichtung & Balancierung des gesamten Körpers, Schaffen von optimalen statisch-dynamische Funktionsmustern für einwandfreie, leichte Bewegungen.

 

 

Somato - emotionale Osteopathie - die Freisetzung von psycho-emotionalen Stress & Mustern, der Auswirkungen von Stress und Verletzungen, Schadenseliminierung nicht nur in unserer inneren Welt des Unbewussten, aber auch auf der Ebene der Faszie im Körper, sowie Ausgleich des zentralen und vegetativen Nervensystems.

 

 

Biodynamics - Harmonisierung der fluiden Eigenschaften des Körpers, Wiederherstellung der optimalen Spannung (Membranpotential) von Zellen und Geweben. Energetische Arbeit. Diese Methodik ist keine Osteopathische Behandlungsweise.

In Übereinstimmung mit einer Vielzahl an zu meisternden Aufgaben und der Auswirkung auf Organe umfasst die Osteopathie ein ganzes Arsenal an verschiedenen Behandlungen.



1. Mobilisierende Gelenktechniken (Artikulative). Bei ihrer Durchführung führt der Osteopath rhythmische Schaukelbewegungen in den Gelenken der Wirbelsäule oder Gliedmaßen, im Bereich ihrer physiologischen Mobilität. Im Laufe der Arbeit mit dem Gewebe macht sich eine periartikuläre Entspannung in den Muskeln breit - die Gelenkkapsel öffnet, Zugspannungen gehen, das Gelenk nimmt seine normale Position ein.



2. Muskulär-energetische Techniken (in der manuellen Therapie bekannt als postisometrische Relaxation). Man kombiniert Intervalle von Spannung und Entspannung der Muskeln um das Gelenk herum, welches gesperrt ist. Der Osteopath wirkt auf den inneren Muskel selbst & seine segmentale Versorgung ein - so wird ihre Entspannung erreicht, außerdem wird indirekt die richtige Positionnierung der Gelenke über Sehnen-, Band-, Kapselspannung erreicht. Während der Ausführung der Techniken stellt der Osteopath die Extremität oder den Körper in eine bestimmte Position und hält diese, so dass die überspannte Muskelgruppe direkt angesteuert wird. Dann versucht der Patient Bewegungen auszuführen (Heben der Beine oder Drehung des Oberkörpers) mit einem Krafteinsatz von 10-30 Prozent seiner Maximalkraft. Der Therapeut hält sanft dagegen, die Position aufrechterhaltend. Nach 3-5 Sekunden der Spannung kommt es zu einer physiologischen Ermüdung der Muskeln vor Ort, der Patient wird gebeten sich zu entspannen. Nach einer Wartezeit für weitere 12 Sekunden, in dem alle Muskelfasern entspannen, stellt der Osteopath ganz weich eine neue motorische Grenze im Gelenk. So werden Muskeln sanft gedehnt und entspannt, auch die Restspannung der Gelenkstrukturen schwindet, das Gelenk wird frei und zugänglich für eine neue Justierung. Die Methode wird 2-4mal so wiederholt.


      

3. Allgemeine osteopathische Techniken. Sie stellen langsame kreisende Bewegungen in den peripheren Gelenke des Körpers dar, so dass sie es erlauben die periartikulären, quer verlaufende Faszienzüge zu entspannen, um muskulo-neuronale Beziehungen reflektorisch zu normalisieren - auch die Funktionalität der gesamten Rezeptoren des Körpers. Ebenso schließen die allgemeinen osteopathischen Ansätze verschiedene Techniken der Dehnung, Traktion, Vibration mit ein.



Aus rechtlichen Gründen wird darauf hingewiesen, dass in der Benennung der beispielhaft aufgeführten Anwendungsgebiete selbstverständlich kein Heilversprechen oder die Garantie einer Linderung oder Verbesserung aufgeführter Krankheitszustände liegen kann. Die Anwendungsgebiete beruhen auf Erkenntnissen und Erfahrungen in der hier vorgestellten Therapierichtung (Osteopathie) selbst. Nicht für jeden Bereich besteht eine relevante Anzahl von gesicherten wissenschaftlichen Erkenntnissen, d.h. evidenzbasierten Studien, die die Wirkung bzw. therapeutische Wirksamkeit belegen.