Der Status der Osteopathie ist je nach Land unterschiedlich.

 

Seit 1993 ist der Beruf des Osteopathen in England rechtlich anerkannt. In Belgien und Frankreich zählt die Osteopathie zu den allgemein anerkannten Formen der Medizin. In der Schweiz ist die Osteopathie seit 2006 von der GDK als Beruf der Gesundheitsfürsorge anerkannt. Praktiziert wird die Osteopathie in nahezu allen europäischen Ländern.


Heute ist Osteopathie in den USA eine Arztausbildung an Colleges mit dem Abschluss D.O. (Doctor of Osteopathy). Amerikanische Osteopathen haben alle Rechte eines ordentlichen Arztes. Aufgrund geschichtlicher Entwicklungen arbeiten aber nur noch ca. 3-5% überwiegend mit manuellen Techniken am Patienten und der ganzheitliche Ansatz ist in der Ausbildung nur noch in Ansätzen zu erkennen. Heute praktizieren etwa 54.000 Osteopathen in den USA ihren eigenständigen Beruf. Sie führen den Titel D.O., Doctor of Osteopathy, und sind Ärzten (Medical Doctors, MD) gleichgestellt.

 

Die Bezeichnung D.O. (Diplom-Osteopath) wurde traditionell den Osteopathen in England zugeteilt. Die Osteopathie in England wurde nach J.M. Littlejohn später sehr stark durch den Arzt und Osteopathen Prof. Dr. Alan Stoddard geprägt. Ähnlich wie Palmer modifizierte er die äußerst anspruchsvolle und aufgrund der qualitativ-ganzheitlichen Aspekte in seiner Komplexität schwer in ein normorientiertes Gesundheitssystem zu integrierende Osteopathie. Mit diesem Schritt erhöhte sich die politische Akzeptanz der Osteopathie in England erheblich und es versteht sich auch, dass die englische Osteopathie gegenwärtig einen weitaus geringeren ganzheitlichen Charakter hat, als dies ursprünglich durch Still und Littlejohn gelehrt wurde. Stoddards abgespeckte und damit im Praxisalltag leichter zu integrierende "Osteopathie" fand rasch großen Anklang an der BSO (British School of Osteopathy). 

 

Textpassagen übernommen aus: http: //www.osteopathie.com/de/osteopathie/item/139-Geschichte_der_Osteopathie.htm

 

Osteopathie zählt in Deutschland zur Heilkunde. Nach deutschem Recht dürfen nur Ärzte und Heilpraktiker die Heilkunde selbstständig ausüben.


Physiotherapeuten dürfen osteopathische Techniken anwenden, soweit diese Techniken im Bereich der Physiotherapie angesiedelt sind. Eine entsprechende Verordnung (Privatrezept) durch einen Arzt/Heilpraktiker ist für Physiotherapeuten notwendig.*


Aktuell gibt es keine staatliche Regelung der Ausbildung und der Berufsbezeichnung der Osteopathie in Deutschland. 

Lediglich auf Länderebene gibt es eine staatliche Regelung. Seit November 2008 gibt es im Bundesland Hessen eine Weiterbildungs- und Prüfungsordnung für Osteopathen (WPO-Osteo). Die WPO-Osteo regelt den Weg zur Erteilung einer staatlichen Erlaubnis zur

Führung der Weiterbildungsbezeichnung Osteopathin/Osteopath in Hessen. Diese WPO bringt allerdings keine Vorteile für die Berufsausübung. Sie regelt nicht die Berufs-ausübung eines Osteopathen; dies ist weiterhin Ärzten und Heilpraktikern vorbehalten.

Durch die WPO-Osteo wird kein eigenständiger Beruf des 'Osteopathen' geschaffen. 



Übernommen aus: http://www.osteokompass.de/de-osteopathenliste-liste.html

Übernommen aus: http://www.osteopathie.com/de/osteopathie/item/140-Berufspolitische_Situation.htm


Wenn Sie sich bereits entschlossen haben osteopathisch behandelt zu werden, so besorgen Sie sich bitte ein Privatrezept von Ihrem Hausarzt oder vom Heilpraktiker vorab.


Wie muss das Rezept ausgestellt sein?


Sie benötigen ein Rezept mit nachfolgender Verordnung:

• Manuelle Therapie mit osteopathischen Techniken 

oder 

• Physiotherapie nach osteopathischem Konzept



Warum ist das notwendig?

Die osteopathischen Leistungen können nur dann mehrwertsteuerfrei erbracht werden, wenn eine auf Osteopathie lautende ärztliche Verordnung oder die Verordnung eines Heilpraktikers vorliegt.

Dies bestimmt der Artikel 15 SGB V, welcher besagt: Ärztliche oder zahnärzt-liche Behandlung wird von Ärzten oder Zahnärzten erbracht, soweit nicht in Modellvorhaben nach § 63 Abs. 3 c etwas anderes bestimmt ist. Sind Hilfeleistungen anderer Personen erforderlich, dürfen diese nur erbracht werden, wenn sie vom Arzt (Zahnarzt) angefordert und von ihm verantwortet werden.

Ich weise darauf hin, dass mein Grundberuf der des Physiotherapeuten ist!


Zurzeit ist der „Verband sozialer Wettbewerb“ offensichtlich dabei, gezielt Osteopathen im Hinblick auf deren Webseiteund die darin enthaltenen Ausführungen zur Osteopathie und Anwendungsgebieten abzumahnen. 

 

So warnte z.B. jüngst die Arbeiitsgemeinschaft für Chiropraktik/Osteopathie und Neuraltherapie Deutscher Heilpraktiker, ACON, vor Abmahnungen des Verbandes sozialer Wettbewerb: „Danach ist allein der simple Hinweis auf einer Seite, wobei die Osteopathie helfen kann, schon aus deren Sicht ein Heilversprechen und wird entsprechend abgemahnt.“ Die ACON empfiehlt Angaben zu Indikationen und Wirkung der Osteopathie vorsorglich von den Webseiten zu entfernen.*

 

Wir möchten Sie aus aktuellem Anlass daher um Ihr Verständnis dafür bitten, dass wir auf unserer Webseite keine konkreten, praktischen Anwendungsbeispiele oder eine weitergehende Beschreibung der Osteopathie veröffentlichen dürfen. 

 

Bei Fragen, rufen Sie uns bitte an: 04321 - 877 20 92

 


Wenn Sie sich tiefer in das Thema Osteopathie einlesen möchten, finden Sie z.B. auf den folgenden Seiten ausführliche Erklärungen.

 


www.osteopathie.de                            www.osteopathie.com                            www.bv-osteopathie.de





Aus rechtlichen Gründen wird darauf hingewiesen, dass in der Benennung der beispielhaft aufgeführten Anwendungsgebiete selbstverständlich kein Heilversprechen oder die Garantie einer Linderung oder Verbesserung aufgeführter Krankheitszustände liegen kann. Die Anwendungsgebiete beruhen auf Erkenntnissen und Erfahrungen in der hier vorgestellten Therapierichtung (Osteopathie) selbst. Nicht für jeden Bereich besteht eine relevante Anzahl von gesicherten wissenschaftlichen Erkenntnissen, d.h. evidenzbasierten Studien, die die Wirkung bzw. therapeutische Wirksamkeit belegen.


Artikel "ACON warnt vor Abmahnungen" | News vom 17.02.15 | http://www.osteokompass.de/de-beruf_politik-news---892.html