Es gibt mehrere Faktoren, welche die Osteopathie als effiziente und attraktive Behandlungsmethode darstellen. Viele dieser Aspekte sind sogar einigen medizinischen Kollegen unbekannt. Anders formuliert, einige wissen oft nicht was Osteopathie genau ist, wollen aber oft trotzdem mitreden und entscheiden! Wir haben für Sie die wichtigsten Erkenntnisse zusammengetragen. 

 

 

1) eine ganzheitliche Vision des menschlichen Körpers.

Osteopathen teilen den Körper nicht, wie klassische Ärzte der Medizin in zehn separate Körperabschnitte (die als Systeme funktionell gesehen fast nicht miteinander in Verbindung stehen). Versuchen Sie einmal, einen Gastroenterologen über die Behandlung von Nierenerkrankungen zu erfragen - wenn er/sie vor allzu langer Zeit sein Studium absolviert hat, wird die Antwort eine Empfehlung sein, im Fachbuch nachzusuchen oder sich an einen Nephrologen zu wenden. Hiermit möchte ich keinen Arzt dieses Planeten schlecht machen, denn in vielen Situationen geht auch bei uns nichts ohne Ärzte & Schulmediziner. Die Osteopathie ist als eigenständige Disziplin aus der Medizin entstanden!

 

Aber Osteopathen verstehen schneller (das zeigt die Praxis und der Austausch unter Kollegen), dass im Körper alle Systeme unteilbar miteinander verbunden sind und Herzerkrankungen eben das Gehirn, die Nieren, das Verdauungssystem und Lungen schädigend beeinflussen können. Die geschädigten Lungen werden wiederum die Funktion der Nieren und anderer weit entfernter Organe betreffen. Diagnostizierend untersucht der Osteopath somit die gesamte Person, einschließlich des muskulo-skelettalen Systems, der inneren Organe, des Nervensystems, der biochemischen Anzeichen, des psycho-emotionalen Status und vielem mehr. Auf den individuellen Gesundheitszustand des Patienten kann eine ganze Reihe anderer Faktoren einwirken, die in der Osteopathie berücksichtigt werden. 

 

Die Osteopathie ist eine junge Wissenschaft. Doch nach vielen Jahren der Forschung und der klinischen Praxis hat sich umfangreiches Material angesammelt. Aus diesen Erkenntnissen leitet sich ab, dass es optimal 6 individuelle Behandlungsalgorithmen gibt. 

 

 

2) Suchen & Finden der Ursachen der Krankheit. Osteopathen sind daran interessiert,

eben die verwurzelte Pathologie zu behandeln. Jene, die aktuell relevant ist für den Zustand des Organismus und seine Gesundheit. Hingegen besteht kein Interesse am "herumtherapieren" der bloßen Symptome. Der Osteopath wird immer versuchen zu verstehen, was genau zur Entstehung der Krankheit führte. Seine Antwort wird niemals verallgemeinernd lauten: "geringe Immunität, Infektion, Stress ...", sondern genau darlegen "warum verminderte Immunität, warum entwickelte Infektion" vorliegt. Alle damit zummenhängenden Verknüpfungen im Körper aufzeigen und erläutern, welche Störung im Körper der Infektion vorausgegangen ist und eben erlaubte, der Krankheit auszubrechen. 

 

 

3) Ein wichtiger Aspekt der osteopathischen Praxis ist die liebevolle Aufmerksamkeit zu einer guten Innervation und Blutversorgung von Geweben und Organen. Bei Essstörungen und Steuerungschaos eines beliebigen Systems geht Funktion verloren, Krankheit macht sich breit. Ursache für Störungen können Traumata sein (Verletzungen, Unfälle), nach denen Verschiebungen der Wirbel, der Knochen und Muskelkrämpfe bleiben. Verschobene Strukturen werden Nerven einklemmen, was zu neurologischen Störungen, Ischialgien, fiesen Ausstrahlungen in die Beine führt, analog zu einer Hernie der Bandscheibe und Gefäße - als Kopfschmerzen, Schwindel manifestiert bei Einklemmung der Wirbelarterie (A.vertebralis). Die Reposition der Wirbel in ihre Normalität, befreit den "Lebensfluss" - Flüssigkeiten wie Blut, Lymphe, Gehirn- und Rückenmarkswasser können wieder normal zirkulieren.

 

 

4) Osteopathen verschreiben praktisch keine Medikamente - zumindest nicht in Deutschland. Die osteopathische Behandlung basiert auf manuellen Behandlungstechniken. In diesem Fall ist es keine Massage, Chiropraktik und auch keine - "Knacktherapie". Osteopathische Techniken sind i.d. R. sehr weiche Handbewegungen zur Entspannung spastischer Muskeln und die minimal invasive Rückführung der Wirbel und Knochen in ihren normalen physiologischen Zustand. 

 

 

5) Osteopathen legen großen Wert auf die Arbeit mit der Wirbelsäule und den Knochen. Die Wirbelsäule - ein Depot des Rückenmarks, welches die Innervation aller Bereiche des Körpers und Organe verwaltet. Bei einer Verschiebung der Wirbel treten nicht nur Rückenschmerzen oder neurologische Erkrankungen auf. Verschiebungen der Wirbel - bedeuten auch reflektorische Störungen der Herz-Kreislauf-Aktivität, bronchopulmonalen-, Verdauungs-, Immun-, Hormon- und vieler anderer Systeme. Die richtige Positionierung der verschobenen Wirbel, ermöglicht erneute Bewegungsfreiheit und führt erheblich zu einer Verbesserung der körperlichen Gesundheit.

 

 

6) Umfangreiche Forschung in den Bereichen der Anatomie, Embryologie, Physiologie und Biochemie liefern der Osteopathie als Wissenschaft zuverlässige Information und sind richtungsweisend für eine effektive therapeutische Manipulation.

 

 

7) Alle qualifizierten Osteopathen unterziehen sich in unserem Land einer 5-Jahres-Ausbildung oder einem Studium. Der überwiegende Anteil dieser Spezialisten sind ebenfalls bereits ausgebildete Physiotherapeuten, Heilpraktiker, Ärzte etc. Fragen Sie Ihren Osteopathen nach seiner Ausbildungsart, der Dauer und dem Ort!

 

 

8) Die wichtigsten Bereiche des Körpers maßgeblich beeinflussend, soll die Osteopathie ohne Umwege zu einer allgemeinen Genesung und Ausgleich des Nervensystems führen und ist somit ein leistungsfähiges Werkzeug für die Prävention (Vorsorge).

 

 

9) Die Kosten der konservativen und vorbeugenden Behandlung sind 10-mal günstiger, als die Kosten für die stationäre und chirurgische Behandlung. Die Effektivität & Wirksamkeit der osteopathischen Behandlung ist noch lange nicht auf jedem Gebiet wissenschaftlich belegt - die Praxis hierzulande und im Ausland zeigt aber bereits gute Ergebnisse.

 

 

10) Die sanfte osteopathische Manipulation ist angenehmer für den Patienten, sie fördert die Freisetzung von Endorphinen, sorgt für Entspannung und die totale Harmonisierung. Hiermit ist auch das Ziel gemeint, einen Zustand der Homöosthasie zu erreichen, des komplett ausgeglichenen Körpers. 

 

 

11) Nach einem Kurs der osteopathischen Behandlung (i.d. R. 3-4 Mal), sind die Systeme des Körpers in der Lage viel größere Anpassungsfähigkeit und Widerstandskraft gegen schädliche äußere Einflüsse zu bieten.

 

 

12) Häufig können die positiven Behandlungseffekte bereits nach der ersten Sitzung beobachtet werden und stabilisieren sich nach 4-8 Sitzungen, was an sich sehr viel weniger Aufwand bedeutet als bei anderen funktionellen Behandlungsmethoden (Massage-Therapie, Reflexzonenmassage, KG, MT, physikalische Therapie etc.).

 

 

13) Eine große Anzahl an osteopathischen Techniken erlaubt es immer ein individuelles Programm für jeden Patienten zu wählen.

 

 

14) Die Möglichkeit der Dosierung, das Sicherheitsgefühl bei der Auswahl geeigneter "Werkzeuge" und der Zweck der osteopathischen Interaktion erlauben eine Behandlung des Patienten von seinen ersten Lebenstagen an bis ins hohe Alter. Babies (ab 1.Woche nach Geburt) können genauso gut behandelt werden wie ihre Mütter und Großeltern. 

 

 

15) Die Osteopathie als Wissenschaft, Behandlungskonzept und Philosophie reserviert sich nie das Recht als alleinige Form der Therapie da zu sein. Sie ist ehrlich und verspricht nie im Voraus einen Behandlungserfolg - sofern dieser aber eintritt, kann er nachvollziehbar für den Patienten erklärt werden. Somit gebe ich KEINE Heilversprechen ab und kann in diesem Maße nur empfehlend und präventiv tätig sein - Sie alleine tragen die Entscheidung und Garantie für Ihren persönlichen Zustand!

 

 

 

*Meine Schriften über die Osteopathie und Osteopathische Arbeit sind nur für Informationszwecke, nicht zu Werbezwecken. Sie erheben auch keinen Anspruch auf Vollständigkeit und geben keinerlei Heilversprechen ab.


Aus rechtlichen Gründen wird darauf hingewiesen, dass in der Benennung der beispielhaft aufgeführten Anwendungsgebiete selbstverständlich kein Heilversprechen oder die Garantie einer Linderung oder Verbesserung aufgeführter Krankheitszustände liegen kann. Die Anwendungsgebiete beruhen auf Erkenntnissen und Erfahrungen in der hier vorgestellten Therapierichtung (Osteopathie) selbst. Nicht für jeden Bereich besteht eine relevante Anzahl von gesicherten wissenschaftlichen Erkenntnissen, d.h. evidenzbasierten Studien, die die Wirkung bzw. therapeutische Wirksamkeit belegen.